Unsere zweite USA-Reise führte uns von Seattle nach Los Angeles

Nach ein paar Jetlag-Tagen in Seattle war es soweit: wir konnten unser Zuhause für die nächsten 3 1/2 Wochen und unseren treuen Begleiter für die 5'306 km lange Strecke abholen.

Von Seattle ging es mit der Fähre nach Bainbridge Island. Der erste Einkauf ist immer ein Erlebnis und der Camper füllte sich doch rasant mit Proviant. Nach der ersten Nacht im Camper ging es weiter westwärts in den Olympic National Park, durch den Regenwald (wir wissen jetzt weshalb es "Regen"-wald heisst) zu den Sol Duc Hotsprings. Durch Forks, dem Zuhause von Twilight, ging es an die eindrückliche Pazifikküste nach Kalaloch. Leider ist auch dies Regenwaldgebiet und so entschieden wir uns landeinwärts in Richtung Yellowstone National Park zu cruisen. Durch die Planänderung mussten wir auf die Suche nach einem geeigneten Campground, doch auf jenen die noch Plätze frei hatten wollten wir nicht übernachten. Also auf zum nächsten Haus in Mt. Tiger und auf Gutglück mal klingeln. Mark war so lieb und liess uns auf seinem Grundstück im Wald unseren Camper parkieren. Nachdem er auch noch das Stromkabel von seinem Haus bis zu unserem Platz legte, nahm er uns mit seinem Wagen mit in ein freistehendes Industrieareal und wir liessen die Überreste seines 4. Juli-Feuerwerks steigen! Nach einem ausgiebigen Frühstück im "Twin Peaks"-Diner fuhren wir weiter an den Lake Spokane und verbrachten die nächsten 2 Nächte im Riverside State Park. Die nächste Etappe auf unserer Reise in den Yellowstone führte uns nach Coeur d'Alene zum Baden im Harrison Slough. Erfrischt konnten wir so unsere weiteste Tagesroute nach Gardiner über rund 740 km, an den Eingang zum Yellowstone, unter die Räder nehmen. Endlose Wälder und Steppen zäunten unseren Weg, bis wir in Gardiner von "Elks" auf dem Campground begrüsst wurden. Nach einer Riverraftingtour auf dem Yellowstone River erkundeten wir die nächsten 4 Tage den Yellowstone National Park und den Grand Teton National Park. Auf der Suche nach Bären und Wasserbüffeln waren wir immer wieder von der Weite beeindruckt und natürlich den Wasser speienden Geysiren. Entgegen dem Yellowstone mit seinen Schluchten fühlten wir uns im Grand Teton fast wie in unseren Alpen an den Bergseen, wenn doch bloss nicht die Bären und Schlangen wären.

Nach so vielen Natureindrücken war es an der Zeit, unsere Reise südwärts in Richtung Salt Lake City fortzusetzen. Vorbei am Bear Lake und dem Wintersportort Beaver Creek führte unsere Reise bis nach Birgham City, rund eine Autostunde nördlich von Salt Lake City. Endlich wieder Wifi und so konnte uns auch Noras Hostfather "orten" und überraschte uns mit seinen Girls am Abend auf dem Zeltplatz. Die nächsten 2 Tage verbrachten wir zusammen mit Ihnen in und um Salt Lake City. Nach dem Besuch im Lagoon Freizeitpark, abertausenden von Sandflies und abertausenden von Spinnen am Ufer des Salt Lake sowie dem Besuch der East High School (High School Musical) hiess es vorerst wieder Abschied nehmen von Mike und den Girls.

Unsere Reise führte uns weiter nach Helper und von dort aus durch den Arches National Park nach Moab. Bevor es weiter ins Monument Valley ging war Kaffee trinken im McDonald's mit der Familie Heusser aus unserem Dorf angesagt. Damit wir nicht ganz vergessen woher wir kommen tranken wir dann am Abend in "Marlboro Country" auch noch Kaffee mit der Familie Zeier aus derselben Überbauung in Hilterfingen wie wir.

Nach einem Zwischenstopp in Show Low am Fool Hollow Lake erreichten wir Mesa im Bundesstaat Arizona, wo Nora ein Jahr zuvor sich nach einem Austauschjahr von ihrer Hostfamily verabschieden musste. Die Freude über das Wiedersehen mit Mike, Tanya, Brookelyn und Lauryn war gross und wir verstanden sehr schnell, weshalb es Nora so gut gefiel. Nach 3 Tagen bei Ihnen hiess es für einen Teil von uns Abschied zu nehmen, denn Nora blieb die nächsten 2 Wochen noch bei ihrer Hostfamily. Für den Rest führte die Reise weiter nach Los Angeles.

Entspannung am Beach in Playa Del Rey war angesagt, damit wir gestärkt den Tag in den Universal Studios überstanden. Die letzten 2 Tage verbrachten wir am Malibu Beach, bevor es nach erlebnisreichen 4 Wochen mit vielen phantastischen und neuen Eindrücken wieder zurück in die Schweiz ging.